| 2011 - "Meister Eckharts Reden für die Stadt" (15. - 17. April), Erfurt

| 2010 - Wissenschaftliches Symposium "Rencontre á Paris 1310" (28. - 30. Mai), Paris
| 2010 - "Meister Eckhart im Original" (12. - 14. März), München

| 2009 - "Wie denkt der Meister?" (17. - 19. April), Regensburg
| 2008 - "Meister Eckhart und Nikolaus von Kues" (11. - 13. April), Trier (s. Jahrbuch 4 i.V.)
| 2007 - "Meister Eckhart und Augustinus" (23. - 25. März), Würzburg (s. Jahrbuch 3 i.V.)
| 2006 - "Meister Eckharts Straßburger Jahrzehnt" (30. März - 2. April), Strasbourg (s. Jahrbuch 2)
| 2005 - "Meister Eckhart aus theologischer Sicht" (9. - 10. April), Erfurt (s. Jahrbuch 1)
| 2004 - Gründungsveranstaltung der MEG (26. November), Köln (s. Vortrag)

2011 - "Meister Eckharts Reden für die Stadt"

Die Erfurter Reden in ihrem Kontext.

Wissenschaftliche Organisation:
Prof. Dr. Dagmar Gottschall, Università del Salento (Italien)
Prof. Dr. Yoshiki Koda, Keio Universität (Tokyo/Japan)

Zeit: Freitag, 15. April bis Sonntag, 17. April
Ort: Augustinerkloster Erfurt .

  Eckharts Reden (rede der underscheidunge), die er, laut Titel, als Prior des Erfurter Dominikanerklosters zwischen 1294 und 1298 aus der Praxis der abendlichen Tischgespräche mit den Novizen und jungen Brüdern zusammenstellte, sind der älteste datierbare volkssprachliche Text aus der Feder des Meisters. Zugleich sind sie sein erstes Werk, das außerhalb der Universität für ein klösterliches Publikum zur spirituellen Unterweisung verfasst wurde. Die Reden sind Eckharts am weitesten verbreitetes Werk, das mit ausdrücklicher Zuweisung an seine Person in den klösterlichen und stadtbürgerlichen Bibliotheken des Spätmittelalters vollständig oder in Auszügen vorhanden war. Diese intensive Rezeption, die auch die Grenzen des deutschen Sprachgebiets überschritt, hängt sicher auch damit zusammen, dass die Reden nie von der Inquisition beanstandet wurden. Ihre lehrhaft-einfache Präsentation sollte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Eckharts theologisch-philosophische Lehre in nucleo bereits vollständig enthalten ist. Sämtliche Themen der Reden finden in seinen Predigten und Traktaten lediglich ihre Ausfaltung und Vertiefung.
  Unter diesen Voraussetzungen ergibt sich eine Fülle von Perspektiven, aus denen sich dieser Text betrachten lässt. Er soll im Zentrum der Jahrestagung der MEG stehen, die 2011, dem Thema entsprechend, in Erfurt stattfinden wird. Als Untersuchungsschwerpunkte sind denkbar
  - ein literaturwissenschaftlich-philologisch-linguistischer Ansatz: Eckharts volkssprachliche Terminologie ist erstmals in den Reden greifbar. Wie entfaltet sie sich in den deutschen Predigten? Wie lassen sich die Reden im Kontext des literarischen Genus “Lehrgespräche” (Collationes) beschreiben? Die Reden sind in zwei Fassungen überliefert. Wie verhalten sie sich zueinander?
  - ein theologisch-philosophischer Ansatz: welche Grundaxiome Eckhartscher Theologie und Philosophie finden sich in den Reden und wie werden sie weiter entfaltet? In welcher Beziehung stehen die Reden zur bisherigen lateinischen Produktion Eckharts?
  - ein rezeptionsgeschichtlicher Ansatz: welche Verbreitung fanden Eckharts Reden? Wie werden sie im Traktat Vanden XII dogheden des Godfried van Wevel, einem Schüler Ruusbroecs, verarbeitet?
  - ein historischer Ansatz: wie sind Eckharts Reden in der Spiritualität seines Ordens verankert? In welcher Beziehung stehen sie zu Bildung und Spiritualität sowie zur politischen Situation der mittelalterlichen Stadt?

Die genannten Fragestellungen sind nur als erste Anregung gedacht. Publikationen zum Thema in: A. Speer und L. Wegener (Hgg.), Meister Eckhart in Erfurt (Miscellanea Mediaevalia 32), Berlin, New York 2005; Yoshiki Koda, Mystische Lebenslehre zwischen Kloster und Stadt. Meister Eckharts ‹Reden der Unterweisumg› und die spätmittelalterliche Lebenswirklichkeit, in: E. C. Lutz (Hg.), Mittelalterliche Literatur im Lebenszusammenhang, Freiburg/Schweiz 1997, S. 225-264.
Die Vorträge sollten die Dauer von 30 Minuten nicht überschreiten. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch, eine Publikation im Jahrbuch der Meister-Eckhart-Gesellschaft ist vorgesehen.

Wir erbitten die Zusendung des Arbeitstitels zusammen mit einem Abstract von ca. 300 Wörtern bis zum 15. September 2010

an

Prof. Dr. Dagmar Gottschall
Università del Salento
Dipartimento di Filologia classica e scienze filosofiche
Via Stampacchia 45, Pal. Parlangeli
I-73100 Lecce

dagmar.gottschall[at]unisalento.it

Link: Erfurter Reden (mhdt. - nhdt.)

2010 - "Rencontre á Paris 1310"

"Treffpunkt Paris 1310" (2010 = 700 Jahre):
Marguerite Porete, Dante, Lullus et Eckhart.

Verantwortlich:

Professor Dr. Dietmar Mieth, Fellow am Max-Weber-Kolleg, Universität Erfurt, Am Hügel 1, 99081 Erfurt (Kollegforschergruppe "Religiöse Individualisierung in historischer Perspektive")

Professor Dr. Ruedi Imbach, Sorbonne IV, Mittelalterliche Philosophiegeschichte, Paris

Zeit: Freitag, 28. Mai bis Sonntag, 30. Mai
Ort: Heinrich Heine Haus , Cité internationale Universitaire de Paris, 27 C, Boulevard Jourdan, F-75014 Paris (Das Haus liegt am Südrand der Cité Universitaire).
Tagungsleitung: Prof. Dr. Ruedi Imbach, Paris (derzeit Wissenschaftskolleg Berlin )
Kosten: Die Tagung wird gefördert von der Université Paris-Sorbonne (Paris IV) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). DAAD Reisekostenanträge sind möglich. Übernachtungen müssen in Hotels selbständig gebucht werden. Frühzeitige Reservierung wird empfohlen.
Folgende Hotels liegen in der Nähe der Cité Universitaire:
Hotel IBIS, Paris Port d´Orléans, 33 rue Barbès, F 92120 Montrouge, Tel. 0033 1 42 31 67 000, mail h0635@arcor.com.
Hotel Mercure , 13 Rue Francois Ory, F 92120 Montrouge, Tel. 0033 1 58 07 11 21.
Eine empfehlenswerte Möglichkeit in der Innenstadt:
Hôtel des trois collèges, 16 rue Cujas, F 75005 Paris, 0033 1 43 54 67 30, hotel@colleges.com.
Vom Quartier Latin zur Cité Universitaire (Heinehaus) gibt es eine direkte RER-Verbindung.
Voranmeldung: beim Max-Weber-Kolleg, Adresse s. oben, oder per Email bei dietmar.mieth[at]uni-erfurt.de oder ruedi.imbach[at]paris-sorbonne.fr.

Zum Programm.

Exposé und Vortragsankündigungen:

Im Jahre 1310 wurde am 1. Juni in Paris die Begine Marguerite Porete als rückfällige Ketzerin auf dem Place de Grêve verbrannt. Inwieweit Marguerite, die aus Valenciennes stammte (geb. ca. 1250), zu diesem Zeitpunkt sich als Begine verstand, muss offen bleiben. Die Beginenbewegung, im 13. Jahrhundert entstanden, erfasste vor allem Mitteleuropa (Deutschland, Frankreich, Norditalien, Niederlande). Sie war ein weibliches Pendant zur Minoriten-Bewegung (Franziskaner, Dominikaner), die auch im Norden erfolgreich war, stand aber auch der zisterziensischen Frömmigkeit nahe. Die Besonderheiten der Beginen waren: die Beteiligung höherer gebildeter Kaufleute-Töchter sowie des Mittelstandes; die Verweigerung der Ehe mit zumindest dem zeitlichen Versprechen eines Lebens in Buße, Armut, Keuschheit und Gehorsam, die Verweigerung einer gemeinsamen Regel, welche die Kirche dann gern approbiert hätte, zugunsten der Selbstverwaltung und Selbstbestimmung der einzelnen Hausgemeinden. Der Schutz der Beginenhäuser wurde durch die Städte garantiert. Die Zisterzienser und die Bettelorden stellten meist die geistliche Betreuung. Nach einem päpstlichen Erlass von 1281 konnten die Minoriten auch die Beichte abnehmen und beraten; erforderlich blieb die einmal jährliche Beichte beim Pfarrklerus. Franziskaner konnten zeitweise Stiftungen auf Beginen übertragen oder von diesen verwalten lassen, um das Armutsideal nicht zu gefährden.

Die Beginen werden als Quelle für eine Hochzeit mystischer Frömmigkeit und als Referenz für individualisierte religiöse Erfahrung (mit den drei Leitgestalten Hadewijch, Mechthild von Magdeburg und Marguerite Porete) herangezogen. Marguerite hat ein bedeutendes Buch verfaßt: "Le miroir des simples âmes", Der Spiegel der einfachen Seelen. Dieses Buch war sehr erfolgreich (in altfranzösisch, englisch, lateinisch, italienisch), eine Art mittelalterlicher Bestseller, mit dem sie freilich in die Hände der Inquisition geriet (wie später Eckhart, wenn auch in sehr unterschiedlicher Behandlung). Zunächst wurde ihr Buch (ca. 1305) in Valenciennes öffentlich verbrannt. Als Rechtsgrund für ihren Prozess (1308-1310) in Paris wurde die weitere Verbreitung des verbotenen Buches angegeben. Dabei muss man berücksichtigen, dass ihr Buch auch von drei Theologen, unter ihnen Eckharts Kollege Gottfried von Fontaines, positiv begutachtet war und dass sie möglicherweise – Einschübe in den Text legen das nahe – an seiner genaueren Erklärung arbeitete. Nach einem Musterprozess mit 21 theologischen Gutachten wurde sie selbst, weil sie nicht widerrief, sondern im fast zweijährigen Kerker und Prozess schwieg, vom Inquisitor Wilhelm von Paris, dem Beichtvater König Philipps IV. und Templerverfolger, als hartnäckige Ketzerin verurteilt. Da die Prozessakten vorhanden sind, ist der Vorgang historisch relativ transparent.

Teilweise wird in der Forschung vermutet, dass der Prozess gegen Marguerite beweisen sollte, dass Philipp allgemein scharf gegen Ketzer und nicht nur spezifisch gegen die Templer vorgehen ließ. Er soll damit dem Papst entgegen gekommen sein, nachdem die Disziplinierungsbemühungen der Kirche gegenüber dem Beginentum, dessen Begleitphänomene sie nach anfänglicher Förderung unter Verdacht stellten, nicht generell erfolgreich waren. Das Konzil von Vienne 1311 spiegelt diese Bemühungen, für die der Ausgang des Pariser Prozesses ein Zeichen gesetzt hatte. Dieses Zeichen richtet sich vor allem gegen die "Freigeisterei", von der wir freilich, wie so häufig bei Häresien, vor allem aus den verurteilenden Dokumenten etwas wissen.

Kurt Ruh hat darauf aufmerksam gemacht, dass sich die "Brüder des freien Geistes" von Meister Eckhart absetzten. Meister Eckhart, den bestimmte Themen der geistigen Armut, der Seelenselbstvernichtung und des Wirkens ohne Worumwillen mit Marguerite unverwechselbar verbinden, hat möglicherweise nach seinem Pariser Lehr-Aufenthalt (1311-1313) u.a. seine Aufgabe darin gesehen (oder den Auftrag dazu erhalten), positive Elemente der religiösen Individualisierung aufzunehmen, sie in einen übergreifenden Horizont seiner Interpretation christlicher Lebenslehre einzuordnen, sie u. U. auch zu korrigieren. Dies geschah mit den Mitteln der volkssprachlichen Predigt, die ihm dann ihrerseits den Vorwurf einbrachte, dass er den Ungelehrten zuviel zumute.

Marguerites Schicksal haben berühmte Zeitgenossen in Paris beobachten können: Dante Alighieri, der auf der Flucht (Todesurteil in Florenz 1307) in Paris weilte; Raimundus Lullus (Ramon Lull) aus Mallorca, der berühmte Vertreter des jüdisch-christlich-islamischen Religionsdialoges. Paris, die berühmteste Universität des Mittelalters und zu diesem Zeitpunkt auch ein wichtiges Machtzentrum Europas, ist der Treffpunkt und der Spiegel des geistigen, politischen und inquisitorischen Prozesses. In deren Mittelpunkt steht die ungebeugte Gestalt einer Frau, einer literarisch und theologisch gebildeten Kaufmannstochter, die ihre eigene religiöse Erfahrung und Kompetenz gegen alle Druckmittel behauptete. Ihr Buch blieb, nicht ohne "damnatio memoriae" der Autorin, erfolgreich und fand sich noch in einigen Exemplaren bei einem Papst während des Basler Konzils (1436).

Programm

Freitag, 28. Mai 2010

12.30 Musée de Cluny, 6 Place Paul Painlevé, lecture de textes de Maître Eckhart et Marguerite Porète par l’association ‘Sorbonne sonore’, avec l’aide de Marie Bouhaïk-Gironès.
Anschliessend Museumsbesuch

Mittagsimbiss

15.00 - 16.15 Peter Walter (Freiburg),
"Vado Parisius, ubi sunt homines ualde sapientes". Lulls letzter Aufenthalt in Paris (1309-1311) und dessen Ertrag
16.15 - 17.30 Dietmar Mieth (Erfurt),
Geflügelte Motive und Leitbilder: Meister Eckhart liest Marguerite Porete
17.30 - 18.00 Tee & Kaffee
18.00 - 19.15 Ruedi Imbach (Paris),
Die Bedeutung der Armut im Denken Dantes
19.30 ev. gemeinsames Abendessen

Samstag, 29. Mai 2010

9.15 - 10.30 Franz-Josef Schweitzer,
Marguerite Porete und die Brüssler homines intelligentiae von 1410
10.30 - 11.45 Freimut Löser (Augsburg),
Eckhart von Paris, Beginen in Saxonia und Teutonia und die Laienbrüder in Österreich
12.00 - 13.30 Mittagessen
13.30 - 14.45 Andrés Quero-Sanchez,
Meister Eckhart und Gottfried von Fontaines über die Nichtigkeit der Kreatur
14.45 - 16.00 Julie Caseigt (Toulouse),
La doctrine de l’amour de Maître Eckhart
16.00 - 16.30 Tee & Kaffee
16.30 - 17.45 Burkhard Hasebrink (Freiburg),
Die Armutspredigt Meister Eckharts im Spiegel ihrer Überlieferung
17.45 - 19.00 Georg Steer (Eichstätt),
Die Adolescens-Predigt Pfeifer 37. Eine Predigtkompilation aus dem Umkreis der `Schwester Kathrei´
19.30 ev. gemeinsames Abendessen

Sonntag, 30. Mai 2010

9.00 - 10.30 William Courtenay (Madison),
Masters of theology at Paris in 1310 and the condemnation of Marguerite Porete
10.30 - 12.00 Marie-Anne Vannier (Metz),
L’essor des études eckhartiennes en France
12.00 Ende der Tagung

Link: Irmgard Kampmann, Im Nichts befestigt. Vor 700 Jahre starb Margarete Porete, die Autorin des "Spiegel der einfachen Seelen"

2010 - "Meister Eckhart im Original"

Fakten, Bilder und Legenden nach 750 Jahren

Programm, Fotos und ein kurzer Bericht der Tagung.

2009 - "Wie denkt der Meister?"

Philosophische Grundoperationen bei Eckhart von Hochheim.

In Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie in Bayern, dem Lehrstuhl für Geschichte der Philosophie der Universität Regensburg und gefördert durch das "Forum Mittelalter" der Universität Regensburg.

Meister Eckhart wird eine besondere Intensität des Denkens bescheinigt. Dieses Denken richtet sich. wie er selbst sagt, auf "Neues und Ungewöhnliches" im Bewusstsein der großen Traditionen philosophischer Denkoperationen in der Antike. im Christentum. im Judentum und im Islam. Solche Denkoperationen werden bei dieser Tagung von kompetenten Fachleuten der mittelalterlichen Philosophie mit Blick über dessen Rahmen hinaus vorgestellt. Sie tragen bei zu besonders signifikanten Themen: zur Gotteserkenntnis bzw. zum Gottesverständnis, zur Theorie eines christlichen Selbstverständnisses, zum Verständnis der Lehre vom Seelengrund, zur philosophischen Schriftauslegung und zu den biblischen Grundlagen bzw. Interpretationsmethoden Eckharts.

Die Spannung und die Spannweite dieses Denkens kulminiert in einem Abendvortrag, in dem der Altmeister der Philosophiegeschichte, Professor Dr. Kurt Flasch, Meister Dietrich von Freiberg mit einbeziehen wird, und endet in einer Schlussbetrachtung, in welcher nochmals die Bedeutung der philosophischen Analysen für das Verständnis anderer Disziplinen und Zugangswege zu Meister Eckhart zusammengefasst und erörtert wird.

Die Jahrestagung der Meister-Eckhart-Gesellschaft, eine Kooperationsveranstaltung mit dem Lehrstuhl für Geschichte der Philosophie der Universität Regensburg und der Katholischen Akademie in Bayern, bietet ein fachlich angeleitetes akademisches Forum für alle, die sich bei Meister Eckhart gründlich orientieren wollen und über die unmittelbare Anmutung seiner Texte hinaus sein Denken tiefer zu erfassen suchen.

Zeit: Freitag, 17. April bis Sonntag, 19. April
Ort: Herzogsaal in Regensburg
Tagungsleitung: Prof. Dr. Rolf Schönberger

Freitag, 17. April

15.00 Begrüßung
Prof. Dr. Dietmar Mieth, Präsident der Meister-Eckhart-Gesellschaft
Prof. Dr. Rolf Schönberger, Lehrstuhl für Geschichte der Philosophie an der Universität Regensburg
Dr. Florian Schuller, Direktor der Katholischen Akademie in Bayern
15.30 Die Bedeutung der Transzendentalbegriffe für das Denken Meister Eckharts
Prof. Dr. Jan A. Aertsen, Köln
16.00 Diskussion
Moderation: Prof. Dr. Ruedi Imbach, Paris
16.20 Kaffeepause
16.45 Meister Eckharts Verständnis der Sohnwerdung aus der Sicht von Heinrich Seuse
Silvia Bara Bancel, Universidad Pontificia Comillas, Madrid (Spanien)
17.15 Gesamtdiskussion
Moderation: Dr. Gotthard Fuchs, Limburg
18.00 Kaffeepause
19.00 Abendvortrag
Meister Dietrich und Meister Eckhart: Theoretiker des christlichen Selbstverständnisses
Prof. Dr. Kurt Flasch, Mainz
Einführung: Prof. Dr. Rolf Schönberger, Regensburg
20.15 Gemeinsames Abendessen in der Tagungsstätte

Samstag, 18. April

9.00 Abditum mentis bei Meister Eckhart
Prof. Dr. Andreas Speer, Köln
9.30 Diskussion
Moderation: Dr. Christine Büchner, Tübingen
9.50 Methode und Legitimität von Meister Eckharts philosophischer Auslegung des Johannes-Prologs
Prof. Dr. Markus Enders, Freiburg i Br.
10.20 Diskussion
Moderation: Dr. Christine Büchner, Tübingen
10.40 Kaffeepause
11.00 Zerlegung oder Auslegung? Interpretatorische Gewalt bei Meister Eckhart
PD Dr. Stephan Grotz, Regensburg
11.30 Gesamtdiskussion
Moderation: Dr. Andrés Quero-Sánchez, München
12.00 Mittagspause (Zeit zur freien Verfügung)
14.00 Gott als Ersterkanntes: Meister Eckhart und Heinrich von Gent
Prof. Dr. Wouter Goris, Amsterdam
14.30 Diskussion
Moderation: Prof. Dr. Rudolf K. Weigand, Eichstätt
14.50 Gott als Intellekt: Eckhart als Denker der Subjektivität
Prof. Dr. Jens Halfwassen, Heidelberg
15.20 Gesamtdiskussion
Moderation: Prof. Dr. Rudolf K. Weigand, Eichstätt
16.30 Mittelalterliches Regensburg. Führung mit Prof. Dr. Eberhard Dünniger, Regensburg
20.00 Offenes Treffen der Meister-Eckhart-Gesellschaft. Gelegenheit zum informellen Austausch

Sonntag, 19. April

9.15 Eucharistiefeier in der Alten Kapelle
10.15 Transzendenz und Tranzendentalien. Zum Problem der Gotteserkenntnis bei Eckhart
Prof. Dr. Theo Kobusch, Bonn
10.45 Die Bedeutung der philosophischen Interpretationen des Meister Eckhart für andere Disziplinen und Zugangswege
Prof. Dr. Dietmar Mieth, Tübingen
11.15 Schlußdiskussion mit den Referenten
12.15 Ende der Tagung

2008 - "Meister Eckhart und Nikolaus von Kues"

in Verbindung mit der Cusanus-Gesellschaft und der Katholischen Akademie Trier

Zeit: Freitag, 11. April bis Sonntag, 13. April
Ort: Katholische Akademie Trier
Tagungsleitung:

Freitag, 11. April

Am Vormittag ist ein Besuch der Heilig-Rock-Tage möglich
ab 15.30 Einschreibung der Tagungsteilnehmer, Kaffeepause

16.30 Eröffnung der Tagung
Begrüßung durch den Präsidenten der Meister-Eckhart-Gesellschaft Prof. Dr. Georg Steer
Einleitung: Prof. Dr. Walter Euler, Direktor des Institutes für Cusanus-Forschung
17.00 Eröffnungsvortrag: Die Verkündigungsdarstellung im Genter Altar. Meister Eckhart, Nicolaus Cusanus und Jan van Eyck
HD Dr. Harald Schwaetzer, Trier
18.00 Abendpause (Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen)

anschließend Gelegenheit zu einem Trierbesuch mit kulturellem Programm.
Abendlob im Dom, 21.00 Uhr
Der amtierende Vorstand trifft sich zur Vorbereitung der Mitgliederversammlung

Samstag, 12. April

Moderation: Prof. Dr. Freimut Löser

09.00 Die Bedeutung Meister Eckharts für die Theologie des Nicolaus Cusanus
Prof. Dr. Walter Andreas Euler, Trier
10.00 Die deutsche Vaterunser-Erklärung des Nikolaus von Kues - mit den Augen Eckharts gelesen
Prof. Dr. Kurt Gärtner, Trier
11.00 Kaffeepause
11.30 Der Geist als lebendiger Spiegel. Zur Theorie des Intellekts bei Meister Eckhart und Nikolaus von Kues
Prof. Dr. Johann Kreuzer, Oldenburg
13.00 Mittagessen im Tagungshaus
Mittagspause bis 15.00

Moderation: Prof. Dr. Rudolf Weigand
15.00 Intellektuelle Selbsterkenntnis als Anähnlichung an Gott
Dr. Isabelle Mandrella, Bonn
16.00 Kaffeepause
16.30 Nikolaus von Kues. Reform durch Reformation
Dr. Hans-Gerhard Senger, Köln
18.00 Abendessen im Tagungshaus
19.15 [2.] Mitgliederversammlung der Meister-Eckhart-Gesellschaft mit Wahlen

Sonntag, 13. April

9.45 Fahrt per Bus nach Bernkastel-Kues
10.30 Besichtigung des St.-Nikolaus-Hospitals mit der Cusanus-Bibliothek (mit Schwerpunkt auf Cod. Cus. 21 und Cod. Cus. 125)
12.30 Rückfahrt nach Trier
Anstelle einer Rückfahrt nach Trier besteht die Möglichkeit, (nach Voranmeldung und gegen eine Gebühr von 5 €) mit einem Sammeltaxi zum Bahnhof Wittlich zu fahren. Von dort fahren um 12.58 und um 13.36 Uhr Züge nach Koblenz (Ankunft 14.20 Uhr bzw. 14.27 Uhr)
13.30 Ankunft in Trier

2007 - "Meister Eckhart und Augustinus"

Zeit: Freitag, 23. März bis Sonntag, 25. März
Ort: Residenz, Südflügel (Toscanasaal) zu Würzburg
Tagungsleitung: Prof. Dr. Karl Mertens

Freitag, 23. März

Leitung: Vizepräsident Prof. Dr. Loris Sturlese

14.30 Eröffnung der Tagung
Begrüßung durch den Präsidenten der Meister-Eckhart-Gesellschaft Prof. Dr. Georg Steer und den Tagungsleiter Prof. Dr. Karl Mertens
Einführung in das Thema: Prof. Dr. Dag Nikolaus Hasse
15.15 Weisheit bei Augustinus und Meister Eckhart
Prof. Dr. Andreas Speer, Köln
16.30 Vortrag (öffentlich): Mystik als Metaphysik des inneren Menschen bei Augustinus und Meister Eckhart
Prof. Dr. Theo Kobusch, Bonn
18.00 Abendpause (Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen)
19:30 Abendveranstaltung (öffentlich) im Fürstensaal der Residenz
Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Meister-Eckhart-Gesellschaft an Herrn Dr. Christian Scholz, Düsseldorf, durch den Präsidenten der Meister-Eckhart-Gesellschaft, Prof. Dr. Georg Steer
Warum Geben selbst im Business seliger ist als Nehmen
Paul J. Kohtes, Identity Foundation, Düsseldorf
Corporate Social Responsibility. Werte leben – Wert schaffen
Dr. Peter Ermann, Bereichsvorstand Wealth Management, HypoVereinsbank AG, München
Gespräche beim "Meister-Eckhart-Imbiss" im Toscanasaal

Samstag, 24. März

Leitung: Prof. Dr. Karl Mertens

09.00 Gnade bei Augustinus und Meister Eckhart
Dr. Andrés Quero-Sanchéz, Regensburg
10.00 Rhetorik und Innerlichkeit bei Augustinus und Meister Eckhart
Prof. Dr. Niklaus Largier, Berkeley
Kaffeepause
11.30 Non fecit atque abiit, sed ex illo in illo sunt. Schöpfung und Innerlichkeit bei Augustinus und Meister Eckhart
Dr. Christine Büchner, Tübingen
12.30 Mittagspause

Leitung: Prof. Dr. Dag Nikolaus Hasse

15.00 Wann, wie oft und wie genau zitiert eigentlich Meister Eckhart Augustinus?
Prof. Dr. Freimut Löser, Augsburg
16.00 Sein und Wissen. Augustin im philosophischen Augustinismus zur Zeit Eckharts
Prof. Dr. Therese Fuhrer, Freiburg
Kaffeepause
17.30 Swaz eigenlîche gewortet mac werden, daz muoz von innen her ûz komen. Zur Psychologie der Gabe
Dr. Karl Heinz Witte, München
Pause
19.30 Gelegenheit zum gemeinsamen Abendessen mit Weinprobe und anschließenden Gesprächen im Staatlichen Hofkeller

Sonntag, 25. März

Leitung: Prof. Dr. Rudolf Kilian Weigand

09.00 Meister Eckhart und die 'Confessiones' Augustins
Prof. Dr. Norbert Fischer, Eichstätt
Kaffeepause
10.45 Über die Liebe
Prof. Dr. Georg Steer, Eichstätt
12.00 Zusammenfassung
Abschluss der Tagung
Tagungsleiter Prof. Dr. Karl Mertens
Präsident Prof. Dr. Georg Steer

Nachmittags Gelegenheit zum Besuch der Festung Marienberg, der Residenz, Stadtführung (auf Anfrage)

2006 - "Meister Eckharts Straßburger Jahrzehnt"

Zeit: Donnerstag, 30. März bis Sonntag, 2. April
Ort: Centre Culturel Saint-Thomas à Strasbourg
Tagungsleitung: Prof. Dr. Marie-Anne Vannier

Donnerstag, 30. März

10.00-12.30, 15.00-16.00 Forschungskonferenz: Interdisiziplinäre Meister-Eckhart-Forschung: Perspektiven, Methoden, aktuelle Arbeiten von:
Benoît Beyer de Ryke, Jean Devriendt, Florian Dieckmann, Bernd Ehlert, Konrad Goehl, Maxime Mauriege, Yves Meessen, Sebastian Milazzo, Isabelle Raviolo, Cornelia Rizek-Pfister, Tamar Tsopurashvili, Martina Wehrli-Johns
17.00 Eröffnung der Tagung im Temple Neuf
Prof. Dr. Marie-Anne Vannier, Tagungsleiterin
Prof. Dr. Georg Steer, Präsident der Meister-Eckhart-Gesellschaft
17.30 Meister Eckharts Durchbruch zur "ewigen Wahrheit"
Prof. Dr. Alois M. Haas, Zürich
19.00 Empfang im Rathaus auf Einladung von Frau Fabienne Keller, Maire de Strasbourg, und Robert Grossmann, Président de la Communauté urbaine

Freitag, 31. März

09.00 Le contexte historique et culturel du séjour d’Eckhart
Prof. Dr. Francis Rapp, Strasbourg
09.30 Diskussion
10.00 Meister Eckharts Ordensauftrag in Straßburg
Dr. Walter Senner OP, Rom
10.30 Diskussion
11.00 Pause / Lesungen, Musik
11.30 Eckhart, Dietrich von Freiberg und die Cura monialium
Prof. Dr. Loris Sturlese, Lecce
12.00 Diskussion
12.30 Mittagspause
14.30 Nikolaus von Straßburg und Meister Eckhart
Prof. Dr. Dagmar Gottschall, Lecce
15.00 Diskussion
15.30 Eckhart et les béguines à Strasbourg
Prof. Dr. Wolfgang Wackernagel, Genf
16.00 Diskussion
16.30 Pause / Lesungen, Musik
17.00 Eckharts Predigten und die Verurteilung freigeistiger Begarden und Beginen
Dr. Irmgard Kampmann, Bochum
17.30 Diskussion
18.30 Universitäts- und Nationalbibliothek: Handschriften mit Texten aus der Deutschen Mystik
18:30 Sitzung des erweiterten Vorstands der Meister-Eckhart-Gesellschaft im Centre St. Thomas
20.00 Mitgliederversammlung der Meister-Eckhart-Gesellschaft im Centre St. Thomas

Samstag, 1. April

09.00 Die in Straßburg entstandenen deutschen Predigten Eckharts
Prof. Dr. Freimut Löser, Augsburg
09.30 Diskussion
10.00 Locutio emphatica. Metapher und Begriff bei Meister Eckhart
Prof. Dr. Susanne Köbele, Erlangen
10.30 Diskussion
11.00 Pause / Lesungen, Musik
11.30 Sein als Absolutheit – esse als abegescheidenheit
Dr. Andrés Quero-Sánchez, Regensburg
12.00 Diskussion
12.30 Mittagspause
13.30 Spaziergang : Auf den Wegen Eckharts und Taulers in Straßburg
15.00 La naissance de Dieu dans l'âme dans la prédication d'Eckhart à Strasbourg
Prof. Dr. Marie-Anne Vannier, Metz
15.30 Diskussion
16.00 Die Prävalenz des tätigen Lebens bei Meister Eckhart
Dr. Claudia Altmeyer, Saarlouis
16.30 Diskussion
17.00 Geld, Gott und Liebe. Die Sermones XXXVIII und XLVII,3
Prof. Dr. Georg Steer, Eichstätt
17.30 Diskussion
Abschluss der wissenschaftlichen Tagung
18.30 Messe, gelesen von Mgr Joseph Doré, Erzbischof von Straßburg im Straßburger Münster
21.00 Das Auge des Geistes: Konzert und Lesungen. Texte aus der deutschen Mystik, von Rémy Valléjo OP in der Kirche Saint Pierre le Jeunne

Sonntag, 2. April

10.00-17.00 Exkursion nach Unterlinden, Colmar

2005 - "Meister Eckhart aus theologischer Sicht"

Methoden . Themen . Bleibende Bedeutung

Zeit: Samstag, 9. bis Sonntag, 10. April
Ort: Evangelisches Augustinerkloster zu Erfurt
Tagungsleitung: Prof. Dr. Volker Leppin, Jena

Samstag, 9. April

14.00 Eröffnung der Tagung
Prof. Dr. Volker Leppin
14.15 Begrüßung
Prof. Dr. Georg Steer, Eichstätt
14.30 Meister Eckharts Begründung einer neuen Theologie
Prof. Dr. Otto Langer, Bielefeld
15.00 Diskussion
15.30 Meister Eckhart und Bernhard von Clairvaux: Zwei Typen mittelalterlicher Theologie
Prof. Dr. Ulrich Köpf, Tübingen
16.00 Diskussion, anschließend Pause
17.00 "Der enthöhte Gott". Zu Meister Eckharts Demutslehre
Dr. Karl Heinz Witte
17.30 Diskussion
18.00 Das Erfurt Meister Eckharts
Dr. Josef Pilvousek, Erfurt
18.30 Abendessen
20.00 Öffentlicher Vortrag im Predigerkloster
Meister Eckhart: Spiritualität des Denkens und Lebenskunst
Prof. Dr. Dietmar Mieth, Tübingen

Sonntag, 10. April

9.00 Meister Eckharts Schöpfungsverständnis
Dr. Christine Büchner, Tübingen
9.30 Diskussion
10.00 Dynamisierung des Gottesbildes im lateinischen Werk Meister Eckharts
Prof. Dr. Volker Leppin
10.30 Diskussion, anschließend Pause
11.30 Christologie bei Meister Eckhart
PD Dr. Rainer Manstetten, Heidelberg
12.00 Diskussion, anschließend Mittagessen
14.00 Theologische Anthropologie bei Meister Eckhart
Prof. Dr. Theresa Heimerl, Graz
14.30 Diskussion
15.00 Lateinische und deutsche Terminologie in der Theologie Meister Eckharts
Dr. Erik Panzig, Leipzig
16.30 Podiumsdiskussion:
Meister Eckhart und die heutige Theologie. Die bleibende Bedeutung Meister Eckharts
Leitung: Prof. Dr. Volker Leppin

2004 - Gründungsveranstaltung

Ort: Neuer Senatssaal der Universität zu Köln

Freitag, 26. November, 17.00 - 19.00

Eröffnung der Tagung
Prof. Dr. Andreas Speer, Direktor des Thomas-Institutes zu Köln
Grußwort
Prof. Dr. Tassilo Küpper, Rektor der Universität Köln
Aufgaben und Ziele der Meister-Eckhart-Gesellschaft
Prof. Dr. Georg Steer, Eichstätt
Eckhart und die Inquisition in Köln
Prof. Dr. Loris Sturlese, Lecce
Thomas von Aquino und Meister Eckhart als Interpreten des Johannesevangeliums
Prof. Dr. Ruedi Imbach, Paris Sorbonne
»got durch got lâzen« Semantik der Gelassenheit bei Meister Eckhart
Prof. Dr. Burkhard Hasebrink, Freiburg i. Br.

Letzte Aktualisierung: 9. Mai 2010